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Text S. 863 |
Ein ausgesprochenes Motiv moderner Interieurmalerei
behandelt Otto Piltz durch die Wiedergabe einer Arbeitsschule in einem
sonnigen luftigen Raum. Gar gut paßt diese helle, freundliche Stimmung
zu der Lust an der Arbeit, die aus den Augen der Mädchen leuchtet.
Handarbeit, das ist ein erlösendes Wort für sie! Beim Nähen,
Stricken, Sticken, Häkeln u.s.w. sind sie ganz bei der Sache, in ihrem
natürlichen Element, während sie dem übrigen Unterricht nicht halb
soviel Interesse entgegenbringen. Auch für den Maler ist es eine
Freude, eine Schar Mädchen in diesen liebgewordenen Beschäftigungen tätig
zu sehen. Welche Fülle reizvoller malerischer Momente in den
mannigfaltigen Bewegungen und Hantierungen, die dabei immer verschieden
im Ausdruck sind! Piltz hat für dergleichen Motive ein aufmerksames
Auge. Alle möglichen Typen sind vertreten; das Bild erweckt eine
deutliche Vorstellung einer solchen Arbeitsschule, es hält, was der
Titel verspricht. |